WOHNÜBERBAUUNG SPILLMATTE
2017-2021
Eich
Projekt, Realisierung
Auftraggeber: Gemeinde Eich
Baumanagement: Büro für Bauökonomie AG
Landschaft: Landformen AG
Bilder: Roger Frei
Situation
Die Parzelle ist einer heterogenen Bebauungsstruktur von Ein- und Mehrfamilienhäuser vorgelagert.
Das neue schmale Gebäude verläuft abgetreppt am Hang entlang. Durch die Versätze wird die Länge gebrochen und das Gebäude wirkt kleinteilig. Zudem werden so die Aussenbereiche definiert. Gegen die Buchmattstrasse erscheint das Volumen ein- und gegen Süden dreigeschossig. Die neue Wohnüberbauung fügt sich eigenständig in die Parzellenform und die Topografie ein und schafft so eine persönliche Identität.
Umgebung
Die Einfahrt ist ostseitig am tiefsten Punkt der Parzelle angeordnet. Dadurch wird die Buchmattstrasse nicht mit zusätzlichem Autoverkehr belastet. Die Buchmattstrasse wird leicht verbreitert.
Drei Vorplätze und drei Pflanzflächen nehmen die Geometrien des Gebäudes auf. Die Eingänge sind durch die Volumenversätze klar definiert. Auf der Westseite befinden sich fünf Besucherparkplätze und eine Treppe verbindet im unteren Bereich die Buchmattstrasse mit den Spiel- und Aufenthaltsbereichen. Diese sind grosszügig mit einheimischen Bäumen bepflanzt.
Bei den sechs Gartenwohnungen sind grosszügige private Aussenbereiche vorgesehen, welche seitlich mit Sträuchern bepflanzt werden. Für die restlichen Grünflächen sind Blumenwiesen vorgesehen.
Wohnungsmix und Nutzung
Es werden 18 altersgerechte Wohnungen geplant. Der Wohnungsmix von 3.5 bis 5.5 Zimmerwohnungen lässt eine Durchmischung von jüngeren und älteren Personen, wie auch Familien zu.
Drei Haupteingänge werden über grosszügige Vorplätze an der Buchmattstrasse erschlossen. Jedes Treppenhaus erschliesst jeweils 6 Wohnungen auf unterschiedlichen Niveaus und die darunterliegende Einstellhalle.
Die Wohnungen sind klar gegliedert und auf einem Raster aufgebaut. Nebenräume sind gegen Norden und Haupträume gegen Süden ausgerichtet. Alle Wohnungen sind durch eine übergeordnete Raumstruktur miteinander verwandt. Durch Verteilzonen werden spannende Raumabfolgen generiert und die Grundrisse kommen ohne Gänge aus. Zusätzlich werden die Tag- und Nachtbereiche, wie auch die Küche räumlich von den öffentlicheren Nutzungen zoniert. Alle Wohnungen haben eine ideale Besonnung sowie eine weitschweifende Aussicht auf den Sempachersee und die Berge. Bei jeder Wohnung wird ein grosszügiger Balkon angeordnet. Die Balkone werden bewusst nicht über alle Zimmerschichten gezogen, um eine gute Belichtung und auch eine freie Sicht in die Landschaft zu geniessen. Die versetzte Wohnungsanordnung steigert die Privatsphäre auf den Balkonen und Terrassen.
Im Untergeschoss sind die Einstellhalle, die Trockenräume, die Abstellräume sowie der Luftschutzkeller angeordnet. Die Einstellhalle weist 27 Autoeinstellplätze und drei Standorte für die Veloparkierung auf.
Konstruktion
Die West-, Nord- und Südfassade sind zurückhaltend in gejettetem Sichtbeton gestaltet. Einheitliche additiv angeordnete Lochfenster strukturieren diese Fassaden.
Im Gegensatz zu den Massivbaufassaden wird auf der Südfassade eine Leichtbaukonstruktion aus Holz mit einem Maximum an Öffnungen vorgesehen. Die vorgelagerten Balkonschichten ergeben ein interessantes Licht- und Schattenspiel. Zwischen den Holzstützen werden Fallarmmarkisen angeordnet. Diese beleben die Fassade. Als Geländer dienen Edelstahlnetze, welche zwischen den Holzstützen eingespannt werden. Dadurch wird eine grösstmögliche Aussicht ermöglicht.
Die unterschiedlichen Fassadenstrukturen geben einen einheitlichen Auftritt mit einem einprägsamen Gesicht.